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Autokauf im Netz: So erkennt man Betrugs-Warnsignale

Foto: Peter Kneffel/dpa

Der ADAC hat mit Autoscout24, mobile.de, Kleinanzeigen und der Polizei die «Initiative Sicherer Autokauf im Internet» gegründet. 

Stuttgart (dpa). Wer ein Auto kaufen will, sollte kein Geld bezahlen, bevor er das Auto nicht wenigstens gesehen hat. Bei der «Initiative Sicherer Autokauf im Internet» können sich Verbraucherinnen und Verbraucher über aktuelle Betrugsmaschen informieren. Gegründet hat sie der Autoclub ADAC mit Autoscout24, mobile.de, Kleinanzeigen und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Auch bei Treuhandkonten oder Anbietern im Ausland ist höchste Vorsicht geboten, rät der ADAC. Ausländische Konten erkennt man an der Länderkennung der IBAN, den ersten beiden Stellen.

Auch der Autoclub ACE rät: «Kaufinteressierte sollten grundsätzlich kein Geld überweisen, bevor sie das Fahrzeug gesehen, die Identität des Verkäufers überprüft und die Fahrzeugunterlagen kontrolliert haben.» Vorsichtig sein sollte man vor allem bei auffällig günstigen Angeboten, starkem Zeitdruck oder ungewöhnlichen Begründungen, weshalb eine Besichtigung nicht möglich sein soll. Vor dem Kauf sollten Interessierte unbedingt

  • das Fahrzeug, seine Identifizierungsnummer und Originaldokumente prüfen
  • eine Probefahrt durchführen
  • die Identität des Verkäufers mit den Fahrzeugpapieren abgleichen.

Fragwürdige Inserate melden

Sarah Göhler-Töpfer, Leiterin Recht und Verbraucherschutz beim ACE, empfiehlt außerdem, möglichst über die jeweilige Verkaufsplattform mit dem Anbieter zu kommunizieren. Bei Aufforderungen, kurzfristig auf Messenger, E-Mail oder externe Zahlungsseiten zu wechseln, sollte man besonders vorsichtig sein.

Wer über Autoscout24 Kontakt zu einem angeblichen Verkäufer hat und einen Betrug vermutet, soll das konkrete Inserat entweder über das Kontaktformular oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. melden.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen...

Und wenn man schon Geld überwiesen hat und einen Betrug vermutet, sollte man schnellstmöglich seine Bank kontaktieren, Beweise wie Inserat, Nachrichten und Zahlungsinformationen sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten, raten etwa der ACE und die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

«Im Betrugsfall empfehlen wir, umgehend Strafanzeige zu erstatten und gegebenenfalls rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen», teilt auch mobile.de mit. Das Unternehmen arbeite bei Ermittlungen eng mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zusammen.

«Wer ein Fahrzeug ungesehen kauft und/oder eine Anzahlung oder den vollständigen Kaufpreis vorab überweist, trägt das damit verbundene finanzielle Risiko selbst», erklärt eine Sprecherin der Plattform Kleinanzeigen. Diese wie auch andere Anbieter erstatten keine entstandenen Schäden.

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