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Blätter, die sich langsam orange und rot färben, kühle klare Luft und morgens feiner Nebel über den Feldern – der Herbst macht den Kreis Heinsberg richtig schön. Und das Beste daran: Man muss dafür nirgendwo hinfahren. Ein paar Schritte raus, und schon ist man mittendrin.
Und dabei geht es gar nicht um sportliche Großtaten. Wer einmal 30, 40 Minuten durch herbstliche Natur spaziert ist, merkt schnell, was das mit einem macht. Der Kopf wird freier, die Schultern sinken, und der Tag sieht danach gleich ein bisschen besser aus. Studien bestätigen das – aber ehrlich gesagt weiß man das auch so.
Teverener Heide – wenn die Landschaft leuchtet
Wer noch nie in der Teverener Heide war, hat etwas verpasst. Das Naturschutzgebiet zwischen Geilenkirchen und Übach-Palenberg ist eine andere Welt: 450 Hektar Heide, Moor, Wald und kleine Seen – und im Herbst taucht die Abendsonne das alles in warmes Orange.
Es gibt vier ausgeschilderte Rundwege zwischen 5,8 und 9,4 Kilometern. Für jeden Anspruch etwas dabei. Wer es gemütlich mag, startet mit dem Moorrundweg (5,8 km) am Wanderparkplatz Grotenrath. Wer mehr möchte, nimmt den großen Rundweg: 9,4 Kilometer, Start ebenfalls am Parkplatz Grotenrath in Geilenkirchen – einfach den gelben Markierungen folgen. Unterwegs kommt man am Wiggelewak vorbei, der größten Heidemoorfläche im Schutzgebiet, und passiert idyllische Seen im Nordwesten. Ein echter Geheimtipp für früh morgens, wenn noch niemand da ist.
Lago Laprello – Herbstspaziergang direkt in Heinsberg
Wer nicht weit fahren will oder einfach mal eben raus muss, ist am Lago Laprello genau richtig. Der See liegt nur ein paar Minuten vom Heinsberger Stadtzentrum entfernt – Parkplatz, raus, losgehen. Der Rundweg um den See ist gut ausgebaut, flach und eignet sich für alle, die einfach frische Luft schnappen wollen.
Im Herbst spiegeln sich die bunten Baumkronen im Wasser, und die Stimmung am See ist oft fast ein bisschen meditativ. Kein Wunder, dass hier nicht nur Spaziergänger unterwegs sind, sondern auch Jogger und Nordic Walker – die Atmosphäre zieht einen einfach an.
Adolfosee bei Ratheim – Weite und Ruhe an der Rur
Etwas weniger bekannt, aber unbedingt einen Ausflug wert: der Adolfosee bei Ratheim. Der ehemalige Baggersee liegt direkt an der Rur und ist heute ein ruhiges Naherholungsgebiet – mit Wasservögeln, weiten Uferbereichen und Blicken, die man so in der Region kaum erwartet.
Besonders lohnenswert: früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang. Dann liegt ein goldenes Licht über dem Wasser, und man hat den Weg meistens für sich. Wer möchte, kann den Spaziergang mit einem Abstecher entlang der Rur verlängern.
Entlang der Rur – jeden Tag ein anderes Bild
Ein guter Startpunkt ist das Bürgerhaus in Kempen bei Heinsberg – von dort gehts direkt zur Rur und durch das Naturschutzgebiet Untere Rurauen, vorbei an alten Flussarmen, Angelteichen und der Gitstappermühle. Wer noch etwas dranhängen möchte, kann den Weg bis zum Effelder Waldsee bei Wassenberg verlängern.
Im Herbst ist die Stimmung hier besonders schön: Gelbe und rote Blätter spiegeln sich im Wasser, die Wiesen leuchten in warmen Farben, und die Landschaft verändert sich beinahe von Tag zu Tag. Wer möchte, kann einzelne Abschnitte übrigens auch mit dem Fahrrad erkunden – der RurUfer-Radweg macht das ganz einfach möglich.
Der Herbst ist bei uns wunderschön
Es braucht wirklich nicht viel. Feste Schuhe, wetterfeste Jacke, vielleicht eine Thermoskanne mit heißem Tee – und dann einfach losgehen. 30 bis 60 Minuten an der frischen Luft reichen schon, um den Stresspegel zu senken, den Kopf freizubekommen und mit mehr Energie nach Hause zurückzukehren.
Der Herbst ist dafür die perfekte Jahreszeit. Die Temperaturen sind angenehm, die Wege ruhiger als im Sommer, und die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite. Man muss nur die Tür aufmachen.



