Nach der Ernte: Freie Flächen sollten möglichst bald wieder bepflanzt werden, damit der Boden fruchtbar bleibt.
Berlin (dpa). Wenn Ende Juni oder im Juli bereits die ersten Gemüsesorten wie Salat, Kohlrabi und Co. abgeerntet werden, entstehen freie Plätze im Beet. Um zu vermeiden, dass der Boden müde wird, sollten die freien Flächen laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) im nächsten Gartenjahr neu bepflanzt werden.
Allerdings müssen sich die Nachfolger dafür auch eignen. Sonst drohen ausgelaugte Böden, auf denen Pflanzen womöglich nicht richtig wachsen. Auch die Blüte oder die Ernte könnten leiden. Nicht zuletzt haben Krankheiten oder Schädlinge bei geschwächten Pflanzen leichteres Spiel. Daher ist es wichtig, die sogenannte Fruchtfolge zu beachten.
Ein Beispiel:
- Beginnen könnte man im ersten Jahr mit einer Gründüngung mit einer schnell wachsenden Pflanze wie Klee oder Erbsen.
- Im zweiten Jahr bietet sich dann stark zehrende Pflanzen an, also etwa Tomaten oder Zucchini.
- Im dritten Jahr folgen Pflanzen mit einem moderaten Nährstoffbedarf wie Mangold oder Möhren.
- Für das vierte Jahr bieten sich dann Schwachzehrer wie Zwiebeln oder Radieschen an.
- Im fünften Jahr geht es wieder von vorn los - in dem Beispiel also mit einer Gründüngung.
Worauf ist bei der Pflanzenwahl zu achten?
Für eine erfolgreiche Ernte sollten die aufeinanderfolgenden Kulturen sorgfältig ausgewählt werden. Nicht alle Gemüsearten vertragen sich miteinander. Bei der Fruchtfolge zählt nicht nur der Nährstoffbedarf (Stark-, Mittel- und Schwachzehrer).
Auch die Verwandtschaftsverhältnisse sind entscheidend: Pflanzen derselben Familie sollten nicht in aufeinanderfolgenden Jahren auf derselben Fläche angebaut werden. Beispiele für solche Pflanzenfamilien sind:
- Kreuzblütler
Radieschen, Kohl oder auch Zierpflanzen wie Goldlack und Silberblatt
- Nachtschattengewächse: Kartoffeln oder Tomaten
- Rosengewächse: Himbeeren, Erdbeeren oder Fingerkraut
- Doldenblütler: Fenchel, Kümmel oder Dill


