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Kreis Heinsberg & Region

Workshop des Kommunalen Integrationszentrums mit Zweitzeugen e.V.

Foto: Kreis Heinsberg

Im Workshop des Vereins „Zweitzeugen e.V.“ lernten die Teilnehmenden verschiedene Methoden kennen, die sich direkt im Unterricht einsetzen lassen.


Heinsberg. Wie kann Erinnerung an den Holocaust auch dann lebendig bleiben, wenn es immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt? Mit dieser Frage beschäftigten sich jetzt Lehrkräfte in einem Workshop des Vereins Zweitzeugen e.V., der vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Heinsberg durchgeführt wurde. Ziel der Veranstaltung war es, Wege aufzuzeigen, wie die persönlichen Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden und Opfern auch künftigen Generationen vermittelt werden können.

Im Workshop lernten die Teilnehmenden verschiedene Methoden kennen, die sich direkt im Unterricht einsetzen lassen. Besonders eindrucksvoll war die Übung „Ein ganz normaler Tag“. Dabei verglichen die Lehrkräfte den Ablauf eines gewöhnlichen Tages mit den immer weiter zunehmenden Verboten und Einschränkungen, denen Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit ausgesetzt waren. So wurde Schritt für Schritt deutlich, wie eine systematische Ausgrenzung entstand und schließlich zur vollständigen Entrechtung führte. Ein weiterer Höhepunkt war die Lebensgeschichte von Henni Brenner, die von Eva Majbour als Workshopleiterin erzählt wurde. Originale Video- und Tonaufnahmen ergänzten den Vortrag und vermittelten den Teilnehmenden einen bewegenden Eindruck vom Leben der Holocaust-Überlebenden. Zum Abschluss tauschten sich die Lehrkräfte darüber aus, wie die vorgestellten Methoden im eigenen Schulalltag umgesetzt werden können. Ergänzt wurde der Workshop durch die Arbeit des Arbeitskreises Erinnerung im Kreis Heinsberg, der sich ebenfalls mit der regionalen Geschichte der NS-Zeit beschäftigt.

Zum Hintergrund: Der Verein „Zweitzeugen e.V.“

Noch haben Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, den Berichten von Holocaust-Überlebenden persönlich zuzuhören. Diese Begegnungen helfen jungen Menschen Geschichte nicht nur zu lernen, sondern auch zu verstehen. Damit diese wertvollen Erinnerungen nicht verloren gehen, bildet der Verein Zweitzeugen e.V. sogenannte Zweitzeuginnen und Zweitzeugen aus. Sie erzählen die Lebensgeschichten der Überlebenden weiter und besuchen Schulen, um die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Zeit lebendig zu halten.

Der Workshop machte deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auch für kommende Generationen zu bewahren. Durch die Arbeit der Zweitzeug*innen bleiben ihre Geschichten lebendig und leisten einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen.

Gefördert wurde die Veranstaltung von NRWeltoffen.

Weitere Infos zum Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Heinsberg finden sich unter www.integrationsportal-kreis-heinsberg.de. 

Quelle: PM Kreis Heinsberg

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