Foto: Hans Willi Schulte/ Stadt Erkelenz
Feuerwehrgerätehaus der Löscheinheit Borschemich-Keyenberg-Kuckum in Kuckum.
Erkelenz. Am 11. Oktober lädt die Löscheinheit Borschemich-Keyenberg-Kuckum ab 11 Uhr ins Feuerwehrgerätehaus in Kuckum ein. Am Tag der offenen Tore informiert die Löscheinheit darüber, wie sie im Katastrophenfall hilft. Um möglichst alle Menschen aus ihrem Einzugsgebiet zu erreichen, wählt die Löscheinheit auch einen unüblichen Weg.
Das Feuerwehrgerätehaus in Kuckum am Helmut-Clever-Weg 1 ist nicht nur eine Halle mit Fahrzeugen, sondern wird in der Krise – beispielsweise bei einem flächendeckenden Stromausfall – zum sogenannten „Leuchtturm“. Dann ist das Feuerwehrgerätehaus für die Bevölkerung, die im Einzugsgebiet der Löscheinheit wohnt, die erste Anlaufstelle für Hilfe und Informationen.
Im gesamten Kreis Heinsberg wurden im Jahr 2023 sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme festgelegt, um der Bevölkerung im Ernstfall erreichbare Anlaufstellen zu bieten. Das Konzept dahinter ist jedoch noch wenig bekannt. Was ein Ernstfall ist und welche Hilfe dann bereitsteht, ist deshalb Bestandteil dieses Infotages.
Bei Getränken, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen informiert die Löscheinheit über ihre Aufgaben als „Leuchtturm“. Um 11.30 und 14 Uhr führt die Jugendfeuerwehr eine Brandschutzübung vor. Um 11.45, 14.30 und 16.30 Uhr gibt es jeweils einen Kurzvortrag darüber, was die Anlaufstelle „Leuchtturm“ für die Bevölkerung bedeutet. Um 12 und 15 Uhr wird gezeigt, wie die vorhandenen Notstromaggregate funktionieren und bei einem größeren Stromausfall eingesetzt werden.
Für Kinder stehen eine Hüpfburg und das Spielmobil der Stadt Erkelenz bereit.
Die Bevölkerung lädt die Löscheinheit Ende September mittels Handzettel persönlich zum Tag der offenen Tore ein. Darüber hinaus wird zwischen dem 5. und 8. Oktober das Einzugsgebiet – Keyenberg, Kuckum, Borschemich, Mennekrath, Erkelenz Nord mit ausgewählten Straßen bis zum Mennekrather Kirchweg – mit einem Feuerwehrfahrzeug befahren. Dann erklingt unter anderem folgendes aus den Lautsprechern: „Achtung, Achtung, hier ist eure Feuerwehr Erkelenz, Löscheinheit Borschemich – Keyenberg – Kuckum. Wir testen heute unsere Lautsprecher für den Notfall und brauchen eure Hilfe. Wie gut könnt ihr uns hören und verstehen?“
Mit ihrer Durchsage macht die Löscheinheit zwar auch auf ihren Informationstag aufmerksam. Vielmehr geht es jedoch darum, über die Handzettel eine Rückmeldung zu erhalten, ob die Durchsage von der Bevölkerung gehört und wahrgenommen wurde. Denn im Ernstfall sind Lautsprecherdurchsagen ein wichtiges Mittel zur Information und Warnung der Bevölkerung.
Die Aktion ist mit dem Leiter der Erkelenzer Feuerwehr sowie dem Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Erkelenz abgestimmt. Es wird darum gebeten, auf die Besonderheiten der Fahrbahnregelung an diesem Tag zu achten.
Insgesamt gibt es im Erkelenzer Stadtgebiet 13 Feuerwehrgerätehäuser, die im Ernstfall als Leuchttürme eingesetzt werden.
Weitere Informationen gibt es unter: https://karten.kreis-heinsberg.de/bev_schutz/
Quelle: PM / Red.














