Bürgermeister Kai Louis (re.) und Ortsvorsteher Heinz-Willi Marx
Heinsberg. Vor zehn Jahren beschloss der Rat der Stadt Heinsberg, die Grundschule an der Anton-Lövenich-Straße 6 in Heinsberg-Unterbruch zu schließen. Seitdem stand das Gebäude größtenteils leer, wurde jedoch zwischenzeitlich für verschiedene gemeinnützige Zwecke genutzt. So fanden im Obergeschoss unter anderem das Trommler- und Pfeifercorps Unterbruch, die KG „Ongebröker Kohmule“ sowie die Jugendgruppe Iltis e.V. Räumlichkeiten für Proben und Treffen. Im Jahr 2022 diente das Gebäude vorübergehend als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine. Seitdem steht die Schule wieder weitgehend leer.
Mittlerweile hat sich der hinter dem Gebäude liegende Schulhof wieder zu einem Treffpunkt entwickelt. Kinder und Jugendliche spielen dort Basketball, nutzen die Tischtennisplatten oder treffen sich dort, stehen zusammen und erzählen.
Schon seit Langem wurde seitens der Stadt kontinuierlich überlegt, wie eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes langfristig gesichert werden könnte. Ein zentrales Anliegen war stets, dass eine grundlegende energetische Sanierung notwendig ist, um das Gebäude effizient und nachhaltig betreiben zu können.
In jüngster Zeit hat sich die Idee konkretisiert, das Erdgeschoss für eine Kinderbetreuungseinrichtung zu nutzen und im Obergeschoss Räumlichkeiten für die Vereine und Jugendliche zu schaffen. Ein Architekturbüro wurde beauftragt, ein erstes Konzept für die Machbarkeit des Umbaus sowie eine energetische Sanierung zu entwickeln. Gleichzeitig wurde eine erste Kostenschätzung erstellt.
Die Stadt Heinsberg einen Förderantrag im Rahmen des Programms „REVIER.GESTALTEN – energetische Sanierung kommunaler Gebäude“ bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier in Jülich. Dieses Förderprogramm unterstützt die energetische Sanierung kommunaler Gebäude.
Am 18. Dezember 2025 erhielt die Stadt Heinsberg schließlich den Zuwendungsbescheid in Höhe von 2.018.102,84 Euro, was einer Förderung von 95% der anerkannten Ausgaben entspricht. Mit dieser Zusage können nun die nächsten Schritte erfolgen, dies ist die Konkretisierung der Planung, um diese sodann den zuständigen politischen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. Der Umbau und die energetische Sanierung müssen gemäß den Auflagen des Zuwendungsbescheides bis spätestens zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein.
„Aus Unterbrucher Sicht begrüßen wir die Förderung und die damit verbundene sinnvolle Nachnutzung des Gebäudes. Das Gebäude gehört für viele Bürgerinnen und Bürger zum Ortskern von Unterbruch“, erörtert Ortsvorsteher Heinz-Willi Marx.
„Mit dieser Förderung und den geplanten Maßnahmen wird nicht nur die Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes neu gestaltet, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Verbesserung der CO2-Bilanz geleistet“, betont Bürgermeister Kai Louis.
Quelle: PM Stadt Heinsberg














