Die Unterzeichnenden der Hochschulen und der Partnerregionen der Euregio Maas-Rhein (nicht in Reihenfolge): Jaapjan Zuidema (Fontys), André Postema (Zuyd Hogeschool), Barbara Schermaier-Stöckl (Katholische Hochschule NRW), Thomas Ritz (FH Aachen), Lauren Piron (HeLMo), Annick Lapierre (HEPL), Michèle Simar (HeCh), Cornelia Keutgen (AHS), Ben Lambrechts (PXL), Marc Vandewalle (UCLL), Jos Lantmeeters (Gouverneur der Provinz belgisch Limburg und Vorsitzender des EVTZ Euregio Maas-Rhein), Elianne Demollin (Abgeordnete Regierung Provinz niederländisch Limburg), Jérôme Franssen (Minister Unterrichtswesen DG), Katty Firquet (Abgeordnete-Vorsitzende Provinz Lüttich), Ulla Thönnissen (Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverband), Laura Olaerts (Abgeordnete Regierung Provinz niederländisch Limburg).
Maastricht (NL). Elf Hochschulen aus der Euregio Maas-Rhein setzen am 27. Mai 2026 ein starkes Zeichen für die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Hochschulbildung, Forschung und Innovation. Im Rahmen des OECD Global Forum on Local Development in Maastricht unterzeichnen die Einrichtungen ein gemeinsames Memorandum of Understanding (MoU) und bekräftigen damit ihre Ambition, die Euregio als leistungsfähige trinationale Wissens- und Bildungsregion weiter auszubauen.
Die Kooperation bringt Hochschulen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden zusammen, um gemeinsame gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen in der Grenzregion anzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung gemeinsamer Studienangebote, praxisorientierte Forschung, Studierendenmobilität, Wissenstransfer sowie die Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen und Unternehmen.
Beteiligt sind die Zuyd Hogeschool, Fontys Hogeschool, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, FH Aachen, Hogeschool PXL, UCLL, die Autonome Hochschule Ostbelgien, die Haute École de la Province de Liège, die Haute École Charlemagne, die Haute École de la Ville de Liège sowie die Haute École Libre Mosane.
Die Vereinbarung knüpft an die politischen Zielsetzungen zur Entwicklung einer zukunftsfähigen euregionalen Wirtschafts- und Bildungsstruktur an, in der trinationale Bildungsangebote eine Schlüsselrolle spielen. Ziel ist der Aufbau einer integrierten Wissensinfrastruktur, die sowohl die Karrierechancen der Bürgerinnen und Bürger verbessert als auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region stärkt.
Die neue Zusammenarbeit baut auf bereits eingeleitete Initiativen aus den Jahren 2024 und 2025 auf. Bereits im März 2025 hatten fünf Universitäten der Euregio Maas-Rhein — Maastricht University, Universität Hasselt, Université de Liège, RWTH Aachen University und die Open Universiteit — unter dem Titel The Art of Working Together eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung geschlossen.
Zur politischen Unterstützung der neuen Hochschulallianz wird zeitgleich eine Euregional Letter of Support von regionalen Partnern unterzeichnet: der niederländischen Provinz Limburg, der Provinz Lüttich, dem Zweckverband Region Aachen sowie der belgischen Provinz Limburg. Damit bekräftigen die regionalen Behörden ihr gemeinsames Engagement für die langfristige Verankerung trinationaler Bildungsangebote in der Euregio Maas-Rhein.
Die Limburger Regionaldezernentin Elianne Demollin-Schneiders betont die Bedeutung grenzüberschreitender Bildung auch auf nationalpolitischer Ebene:
„Unsere Grenzregion bietet einzigartige Chancen, steht aber auch vor besonderen Herausforderungen. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig es ist, Bildung, Arbeitsmarkt und Innovation grenzüberschreitend miteinander zu verbinden. Gleichzeitig liegen viele Zuständigkeiten im Bildungsbereich weiterhin auf nationaler Ebene. Deshalb setzen wir uns nicht nur regional, sondern auch gegenüber Brüssel, Den Haag und den anderen nationalen Regierungen dafür ein, grenzüberschreitende Bildung stärker auf die politische Agenda zu setzen.“
Jos Lantmeeters, Gouverneur der belgischen Provinz Limburg und Präsident der Euregio Maas-Rhein, erklärt: „Die Euregio Maas-Rhein zeigt seit Jahrzehnten, dass Grenzen nicht trennen müssen, sondern verbinden, stärken und inspirieren können. Mit diesem Memorandum entscheiden sich unsere Hochschulen bewusst für Partnerschaft statt Konkurrenz und für grenzüberschreitende Synergien statt isolierter Einzelinitiativen. Gemeinsam schaffen wir eine Zukunft, in der Wissen und Talente Grenzen selbstverständlich überwinden und unsere Hochschulen zu starken Motoren wirtschaftlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Resilienz werden.“
Mit der Unterzeichnung des MoU beginnt eine langfristige strategische Zusammenarbeit zwischen den elf Hochschulen. In den kommenden Monaten sollen konkrete Projekte zu Studierendenmobilität, gemeinsamen Curricula, praxisnaher Forschung sowie europäischen Förderprogrammen wie Interreg und Erasmus+ entwickelt werden.
Das OECD Global Forum on Local Development findet vom 26. bis 28. Mai 2026 in Maastricht statt und bringt politische Entscheidungsträger, Hochschulen und internationale Organisationen zusammen, um über regionale Entwicklung, Innovation und Fachkräftesicherung zu diskutieren.
Quelle: PM Euregio Maas-Rhein – Euregio Maas-Rijn – Euregio Meuse-Rhin














