v.l.n.r.: Freuen sich über die offiziell bestätigte Qualität: Qualitätsmanagementbeauftragte Michelle Moitroux, Ltd. Oberarzt Pavel Kuryanov, Chefarzt Dr. Konstantinos Lioupis, Oberarzt Oleg Suslov, Oberarzt Joseph Ewodo, Geschäftsführerin Anke Thelen, Verwaltungsratsvorsitzender und Bürgermeister Kai Louis
Heinsberg. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Hernien (CAH) haben das Städtische Krankenhaus Heinsberg als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Damit wird Patientinnen und Patienten in Heinsberg eine chirurgische Versorgung auf höchstem fachlichen Niveau geboten.
„Die Zertifizierung zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie durch die DGAV und CAH ist eine bedeutende Auszeichnung für unsere Abteilung und das gesamte Team. Sie bestätigt die hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung, unsere konsequente Orientierung an aktuellen wissenschaftlichen Standards sowie unser großes Engagement für die Sicherheit und das Wohl unserer Patientinnen und Patienten“, erklärt Dr. Konstantinos Lioupis, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Leiter des Kompetenzzentrums für Hernienchirurgie.
Gemeinsam mit seinem Team verantwortet Dr. Lioupis jährlich rund 400 Hernienoperationen. Hierbei kommen moderne, an den Patienten individuell angepasste Methoden zum Einsatz, oft minimalinvasive „Schlüsselloch“-Techniken.
Die häufigste Hernienoperation betrifft den Leistenbruch. Ein Großteil dieser Operationen erfolgt in Schlüssellochtechnik. Ein weiterer Fokus liegt auf der Versorgung von Narbenhernien und Zwerchfellbrüchen – im Fachjargon „Hiatushernien“ genannt.
Die Zertifizierung durch DGAV und CAH basiert auf einem anspruchsvollen Kriterienkatalog, der neben einer jährlichen Mindestanzahl von 200 Hernienoperationen unter anderem folgende Anforderungen umfasst: persönliche Expertise der verantwortlichen Chirurgen, Durchführung strukturierter Herniensprechstunden, Einsatz moderner Operationsverfahren (offen und minimalinvasiv), Teilnahme an kontinuierlicher Fort- und Weiterbildung, Qualitätssicherung und stetige Kontrolle durch Dokumentation im Herniamed-Register, fachübergreifende Kooperationen mit Radiologie, Intensivmedizin und Anästhesiologie sowie die Vorhaltung aller apparativen Möglichkeiten zur laparoskopischen und offenen Bauchdeckenrekonstruktion.
Das Krankenhaus Heinsberg erfüllt diese Anforderungen in vollem Umfang und sichert damit seine herausragende fachliche und strukturelle Qualität in der Hernienchirurgie. „So bieten wir unseren Patientinnen und Patienten eine verlässliche Orientierung bei der Wahl einer qualifizierten und sicheren chirurgischen Versorgung“, konstatieren die beiden Geschäftsführerinnen Anke Thelen und Vanessa Busch.
„Die Zertifizierung zeigt, dass das Krankenhaus Heinsberg nicht nur moderne Infrastruktur und interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet, sondern auch höchste fachliche Qualität. Großes Lob an Dr. Lioupis und sein Team für ihr außerordentliches Engagement und ihre konsequente Arbeit auf diesem Gebiet“, ergänzt Verwaltungsratsvorsitzender und Bürgermeister Kai Louis.
Was ist eine Hernie? Was macht die Hernienchirurgie?
Eine Hernie – umgangssprachlich auch Bruch genannt – entsteht, wenn sich Gewebe oder Organteile durch eine Schwachstelle in der Bauchwand nach außen vorwölben. Häufige Formen sind der Leistenbruch, Nabelbruch oder Narbenbruch. Typische Symptome reichen von einer sicht- oder tastbaren Vorwölbung über Schmerzen, insbesondere bei körperlicher Belastung bis hin u aktuen Einklemmungserscheinungen mit der Notwendigkeit zum sofortigen Handeln.
Die Hernienchirurgie befasst sich mit der sicheren und dauerhaften Behandlung dieser Bauchwandbrüche. Ziel ist es, die Schwachstelle zu verschließen und die Stabilität der Bauchwand wiederherzustellen. Je nach Art der Hernie, individueller Situation und neuesten medizinischen Erkenntnissen kommen dabei offene oder minimalinvasive Operationsverfahren zum Einsatz – häufig unter Verwendung moderner, speziell entwickelter Netze. Eine qualitätsgesicherte Hernienchirurgie trägt entscheidend dazu bei, Komplikationen zu vermeiden, Rückfälle zu reduzieren und den Patientinnen und Patienten eine schnelle Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.
Quelle: PM Krankenhaus Heinsberg














