Einnahme von Herz-Kreislauf-Medikamenten in 20 Jahren verdoppelt

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Beschäftigte in Deutschland lassen sich nach einer neuen Kassenerhebung doppelt so viele Herz-Kreislauf-Medikamente verschreiben wie vor zwanzig Jahren.

Das Verordnungsvolumen von Präparaten wie Blutdrucksenkern habe sich seit dem Jahr 2000 von durchschnittlich 48,8 auf 94,7 Tagesdosen im Jahr 2019 erhöht, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) unter Berufung auf den aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) berichten. Er wird am Dienstag in Berlin vorgestellt.

Grundlage ist eine Auswertung der Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der rund 5,3 Millionen Beschäftigten, die bei der TK versichert sind. Männer sind der Kassenstatistik zufolge deutlich stärker betroffen. Im vergangenen Jahr wurden ihnen durchschnittlich 121 Tagesdosen an Blutdrucksenkern und anderen Herz-Kreislauf-Medikamenten verschrieben.

Im Vorjahr waren es 116,3. Frauen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 63,9 Tagesdosen verordnet. Auch dies war eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr, als es im Schnitt noch 61,6 Dosen waren. Als Gründe für die gestiegene Nutzung dieser Arzneien nannte die Kasse einen veränderten Lebensstil sowie Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und permanenten Stress.

Diese Faktoren wirkten sich negativ auf die Gesundheit aus.