Volksbank Heinsberg informiert über Geschäftsentwicklung

Foto: Volksbank Heinsberg

 

Heinsberg. Die Volksbank Heinsberg eG konnte bei ihrer Vertreterversammlung, die coronabedingt auch in diesem Jahr in einer digitalen Form stattfand, von einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung berichten. Nach der Begrüßung der Vertreterinnen und Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel erläuterte Vorstandsmitglied Dirk Cormann, dass die Volksbank das abgelaufene Geschäftsjahr 2020, insbesondere mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen, zufriedenstellend gemeistert habe.

Parallel zur Optimierung der Filialstruktur verfolgt die Volksbank Heinsberg weiterhin eine Doppelstrategie. „Einfach, schnell auf verschiedensten Wegen erreichbar sein, ergänzt durch das unverzichtbare, persönliche Gespräch vor Ort“, beschreibt Dirk Cormann die seit Jahren konsequente Strategie der Bank. Nach dem Motto „früher an später denken“ forciert die Volksbank Heinsberg mit der neu gestalteten Kundensegmentierung die Beratung auf Augenhöhe.

In diesem Zuge und als Reaktion auf die Sprengung einiger Automaten der Bank wurde auch das bestehende Filialkonzept auf den Prüfstand gestellt und angepasst. „Wir sind und bleiben eine Flächenbank“, so Dirk Cormann. Diesem Anspruch werde man auch weiterhin gerechnet. Auf das Nutzerverhalten der Kunden reagierend, habe man aber mittlerweile nicht nur das Beratungsangebot, sondern auch die Kontaktmöglichkeiten komplettiert. So biete die Bank in den neu gestalteten Räumlichkeiten der Filiale Übach ein hybrides Angebot. Dieses verbindet vor Ort die persönlichen und digitalen Beratungsmöglichkeiten.

Auch für die von den Sprengungen betroffenen Filialen in Birgelen und Kirchhoven verfolgt die Volksbank Heinsberg diesen modernen Ansatz. Hier bietet man den Kunden voraussichtlich ab dem dritten Quartal dieses Jahres auch wieder alle Leistungen rund um das Thema Bargeld an. Geeignete Grundstücke in zentraler Lage vor Ort wurden bereits gefunden, die Bauanträge seien erteilt.

Die Reaktionen auf das Hausbank-Programm beschreibt Dirk Cormann als rundum positiv. Dieses System fördere die intensivere Nutzung des breit angelegten Leistungsangebotes der Bank und ermögliche den Kunden der Bank einen transparenten Blick auf den individuellen Versorgungsgrad in den Bereichen Absicherung, Liquidität, Vermögen und Vorsorge. „In vielen Gesprächen mit unseren Mitgliedern und Kunden nutzen unsere Berater die Möglichkeit, die Idee hinter dem geschaffenen Angebot zu erläutern“, so Cormann.

Stolz berichtete der Volksbank-Vorstand von der Entwicklung des Projektes „Heinsberg schafft mehr“. Damit hat die Bank als Reaktion auf die Pandemie, eine Plattform geschaffen, die regionale Angebote von Gastronomie, Einzelhandel und Handwerk bündelt und damit die lokalen Unternehmen im Kreis unterstützt. Der im November vergangenen Jahres eingeführte Gutschein erfreut sich schon jetzt großer Beliebtheit. Er ist ein Novum für die Region und wird kreisweit bei über 150 Händlern akzeptiert. Insgesamt spricht die Bank von über 5000 verkauften Gutscheinen mit einem Gesamtvolumen von über 200.000€.

Erfolgreich sei der, der Chancen nutzt, beschreibt Dirk Cormann die Entwicklungen der Bank auch im Hinblick auf die Schaffung innovativer Leistungsangebote. Hier arbeite man aktuell an der Einführung eines Testamentsgenerators. Dieser biete online die Möglichkeit einer schnellen und rechtssicheren Testamentsvorlage.

Auch im Bereich der Baufinanzierung geht die Bank neue Wege. Das Angebot kombiniere hier zukünftig die Transparenz und Schnelligkeit des freien Vermittlungsgeschäftes mit der langjährigen Expertise der Bank im regionalen Baufinanzierungsgeschäft. Damit biete man den Kunden die Möglichkeiten und Vorteile aus beiden Finanzierungswelten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Volksbank wurde durch das Vorstandsmitglied Kurt Hauser präsentiert. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2020 um 9,2 % auf über 1,6 Mrd. Euro. Getragen wurde diese Entwicklung durch das Wachstum der Kundeneinlagen und die Steigerung im Kreditgeschäft. Trotz des teilweise negativen Zinsniveaus verzeichnete die Bank bei den Kundeneinlagen einen weiteren Zuwachs von 85,1 Mio. Euro. Insgesamt stieg das betreute Kundenvolumen auf nunmehr 3,3 Mrd. Euro. Die Bank zahlt eine Dividende von drei Prozent an ihre Mitglieder.

Die geschäftliche Entwicklung der Bank im aktuellen Jahr beschrieb Kurt Hauser als zufriedenstellend. „Das Wachstum im Kreditgeschäft und die Entwicklung des Gesamtvolumens liegen im Plan, in Teilen sogar darüber“, erläutert er.  In Anbetracht der aktuellen Zinssituation rechne man allerdings für die kommenden Jahre mit einem weiter rückläufigen Zinsüberschuss. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie könnten unter Umständen zu ungeplanten Aufwendungen im Bewertungsergebnis führen.

Bei den anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Frau Brigitte Nobis-Steffens sowie die Herren Walter Lambertz und Bernd Krückel wiedergewählt.


Bildunterschrift: Die Volksbank Vorstände Dirk Cormann und Kurt Hauser zeigen sich mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 zufrieden.