Schule der Vielfalt jetzt auch im Kreis Heinsberg

Ein Antidiskriminierungsprojekt am Berufskolleg Ernährung – Sozialwesen – Technik

Geilenkirchen. „Come in – Wir sind offen“! Diese Botschaft schmückt seit kurzem den Eingangsbereich des Berufskollegs Ernährung – Sozialwesen – Technik. Diese Plakette zeigt jedem, dass alle Schüler*innen – egal welcher sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität sie angehören – am BK EST willkommen sind. Die Schule ist nun offizielle Projektschule in einem bundesweiten Antidiskriminierungsnetzwerk und bekam als 36. Schule in NRW und als erste im Kreis Heinsberg die Plakette als „Schule der Vielfalt“ verliehen.

Bereits seit September 2017 besuchen die Lehrerinnen Nina Handanovic und Patricia Möll Fortbildungen der Bezirksregierung Köln zu diesem Projekt. Im ständigen Dialog mit der Schulleitung, den Beratungslehrkräften, der Schüler*innenvertretung und der Lehrer*innenkonferenz wurde der Weg für das gemeinsame Projekt eingeschlagen. Schon seit vielen Jahren arbeiten zahlreiche Kolleg*innen mit der regionalen Gruppe des Aufklärungsprojekts SchLAu zusammen. Auch die Schüler*innenvertretung des BK EST thematisiert eine größere Akzeptanz von Diversität in Workshops während der SV-Projekttage. Im Oktober 2018 beschloss die Schulkonferenz schließlich einstimmig die Teilnahme am Programm „Schule der Vielfalt“.

Die Übergabe der Plakette geschah im Rahmen einer Fortbildung zum Thema „LSBTI“ (= lesbisch, schwul, bi, trans* und intergeschlechtlich).

Frank Pohl als Bezirkskoordinator von Schule der Vielfalt, die Moderatoren Christina Huch und Magnus Anschütz, Kalle Rinkleff von der Gruppe SchLAu aus Aachen waren zugegen, als der stellvertretende Schulleiter Henning Gerlach und Schüler*innensprecher Kai Krieger außerdem eine Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben.

Die Lehrerinnen Nina Handanovic und Patricia Möll erklärten: „Als erste ‚Schule der Vielfalt‘ des Kreises ist es unser Ziel, Schule zu einem sicheren Ort für unterschiedliche Identitäten zu machen. Angst vor sexueller Vielfalt hat am Berufskolleg EST keinen Platz.“

MS