Gegen die Vereinsamung: Kinder malen und basteln für Senioren

Das Corona-Virus stellt gerade ältere Menschen vor eine große Herausforderung. Um sich selbst zu schützen dürfen sie einerseits keinen Kontakt zu ihren Angehörigen haben, aber genau das führt andererseits zu einer emotionalen Belastung. Und diese Belastung wird größer, je länger das Kontakt- und Besuchsverbot gelten. Dabei ist die Einrichtung fest verankert im Quartier, Angehörige, Vereine, Schulen und Kindergärten kommen und gehen normalerweise wie selbstverständlich. „Der Wegberger Kindergarten besucht uns regelmäßig, beispielsweise im Rahmen des Projekts U7/Ü70. Dass diese Besuche nun schon mehrere Wochen nicht mehr stattfinden dürfen, macht unsere Bewohner sehr traurig“, sagt Diana Lennertz vom Sozialtherapeutischen Dienst des SZB Wegberg. Da auch den Kindern der Kontakt untereinander fehlt, hatte Brigitte Rütten, Leitung Kita am Feldrain, eine Idee: Sie startete in den sozialen Medien einen Aufruf an die Kindergartenkinder, Bilder für die Bewohner des Altenheims zu malen. Außerdem riefen Amelie und Tristan Pesch, Kinder einer Mitarbeiterin des Altenheims, im Schul-

Chat ihre Klassenkameraden dazu auf, auch ihre Kunstwerke vorbeizubringen. So ist trotz des fehlenden Kontakts ein gemeinsames Projekt der Kinder entstanden.

Das Ergebnis können sich die Bewohner in der Cafeteria des Seniorenzentrums anschauen. Dort haben Diana Lennertz und ihr Team mit den Bildern der Kinder eine Galerie gestaltet, die zu einem beliebten Treffpunkt im Haus geworden ist. Und erweitert wird die Galerie täglich – immer dann, wenn der Briefkasten wieder geleert werden muss.