„Ohne Not würde wohl niemand seine Heimat verlassen.“

Hückelhoven. Das Statement von Ulrike Minkenberg (Bürgerin der Stadt Hückelhoven) und die Intention dahinter brachte bereits Ende 2013 den Stein ins Rollen. Aus der Idee, geflüchtete Menschen zu unterstützen entstand 2014 das Projekt „Flüchtlingspaten Hückelhoven“, ein Zusammenschluss aus ehrenamtlich- und hauptamtlich Tätigen aus Verwaltung, Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeinden, die ihren Leitspruch „Gemeinsam viel bewegen!“ mit einer Kooperationsvereinbarung untermauerten.

Die ehrenamtlichen Flüchtlingspaten halfen den geflüchteten Menschen in der neuen Umgebung anzukommen und sich zurecht zu finden. Dies geschah durch persönliche Betreuung und Begleitung im Alltag immer mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, um die Menschen zu unterstützen ihr neues Leben zukünftig selbstbestimmt und alleine gestalten zu können. Unterstützung fanden die Ehrenamtler jederzeit bei ihren Kooperationspartnern, die sie schulten, betreuten und begleiteten.

Der Hilfebedarf der geflüchteten Menschen hat sich in den vergangenen Jahren ebenso gewandelt wie die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in diesem Bereich zu engagieren. Die Menschen mit Fluchterfahrung, die bereits länger in Deutschland leben, stehen vor den gleichen Herausforderungen, wie einheimische Bürger*innen. Neue Strukturen der Hilfsangebote vor Ort sind gewachsen und bestehende sind ausgebaut worden.

Nach dem viel zitierten Spruch „Stillstand bedeutet Rückschritt“ wurde das Projekt stetig weiterentwickelt, reflektiert, aktuelle Entwicklungen beobachtet sowie Maßnahmen auf den Prüfstand gestellt und neue Ideen entwickelt. Dieser gesamte Prozess hat dazu beigetragen, dass heute - mit Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Caritasverband für die Region Heinsberg e. V., dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Heinsberg e. V., der Evangelischen Kirchengemeinde Hückelhoven, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hückelhoven-Baal, der Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven, der Hückelhovener Tafel, dem Kath. Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg und der Stadt Hückelhoven - aus den „Flüchtlingspaten Hückelhoven“ die „Initiative Hückelhoven hilft – gemeinsam viel bewegen!“ wird.
Eine Initiative für alle Menschen in der Stadt Hückelhoven, unabhängig von Nationalität, Herkunft, Alter, Glaube, Geschlecht, sexueller Orientierung und Musikgeschmack!  

Ab dem 27. Januar findet an jedem Montag in der Zeit von 10:00 – 12:00 Uhr in den Räumlichkeiten des DRK, KAI-Hückelhoven, Rheinstraße 103, in Hückelhoven eine offene Sprechstunde statt. Hier haben die Ehrenamtler ein offenes Ohr für alle Anliegen. Immer mit dem Ziel "Hilfe zur Selbsthilfe" werden den Ratsuchenden individuelle Hilfsangebote und Lösungsansätze aufgezeigt. Dies geschieht durch die Vermittlung an zuständige Stellen, denn durch die jahrelange Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit ist ein umfangreiches Netzwerk aus ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen entstanden. Es findet jedoch keine Beratung und keine finanzielle Unterstützung statt.  

Selbstverständlich kann jeder auch per/via E-Mail-Kontakt aufnehmen. Die neue Internetseite www.hueckelhoven-hilft.de stellt nicht nur ein Kontaktformular, sondern auch viele nützliche Informationen für Ratsuchende zur Verfügung. Zusätzlich gelangt man durch eine Verlinkung mit den Kooperationspartnern direkt auf deren Internetseiten und zu weiteren Hilfsangeboten.

Natürlich kann auch gerne jeder seine Hilfe anbieten. Diese Anfragen werden sofort zur Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Hückelhoven, Petra Hudler, weitergeleitet. Sie informiert über die vielen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten im Stadtgebiet und unterstützt auch gerne bei der Umsetzung eigener Ideen.

 

Pressemitteilung der Stadt Hückelhoven