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„Völlig losgelöst“: Einschulkinder der Johanniter-Kindertagesstätte Erkelenz in einer Videokonferenz mit dem Astronautenausbildungszentrum in Houston

Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Erkelenz. Seit Januar 2019 beschäftigen sich die Einschulkinder in der Johanniter-Kindertagesstätte „Oestricher Kamp“ mit ihrem selbstgewählten Projektthema „Weltall/Weltraum“. Ein Höhepunkt dabei war ein Videointerview mit Dr. Hans Bolender, der für die European Space Agency (ESA, europäische Weltraumorganisation) in Houston die Zusammenarbeit mit der NASA, der Raumfahrtbehörde koordiniert. Durch einen beruflichen Zufall war Kita-Vater Markus Mertens mit Hans Bolender in Kontakt gekommen und hatte die Chance ergriffen, den Kindern dieses großartige Erlebnis zu bieten. Die hatten das „Skypen“ mit dem Astronauten-Ausbilder und echten Kollegen von Alexander Gerst gut vorbereitet: Nicht nur die Fragen hatten sie sich mit den Erzieherinnen vorher überlegt, sondern auch die Begrüßung und die Formulierung der Fragen geübt und Plakate mit „Lieben Grüßen aus dem Johanniter-Kindergarten in Erkelenz“ vorbereitet.

Dr. Bolender erzählte den Kindern viel über den Alltag und das Training eines Astronauten. Dann hatten die Kinder Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen. Für viele bedeutete es viel Mut, sich vor die Gruppe zu stellen, sich vorzustellen und dann die Frage zu formulieren: „Wachsen im Weltall die Haare schneller?“, „wachsen Bäume im Weltall?“ und „was macht ein Astronaut in seiner Freizeit?“

Hans Bolender beantwortete ganz kindgerecht und liebenswert in aller Ruhe die Fragen, manchmal mit einem Schmunzeln. So erfuhren die Kinder, dass ein Raumanzug hier auf der Erde etwa 250 kg wiegt und im Weltall nichts! Alle Kinder und auch die Erwachsenen saßen mit vor Aufregung glühenden Wangen vor der Leinwand und lauschten den Erklärungen. Abschließend informierte Dr. Bolender sich bei den Kindern über den Stand des Weltraum-Projektes und lobte die tolle Dekoration im Flur, von der er bereits Bilder im Vorfeld Bilder gesehen hatte.

Die Verabschiedung war auf beiden Seiten sehr herzlich, die Kinder winkten und klatschten und waren voller Begeisterung.

Das Weltraum-Projekt begleitet die Kinder nun für die verbleibende Zeit im Kindergarten. Kinder und Erzieherinnen beschäftigten sich mit der Ausbildung der Astronauten, mit dem Aufbau und der Funktion von Raketen, haben die kleine Maus Armstrong kennengelernt, ‚reisen‘ von Planet zu Planet und erforschen unser Sonnensystem.

BW

Bildunterschrift: Die Dekoration in der Johanniter-Kindertagesstätte steht ganz im Zeichen der Raumfahrt.