Bericht: Air Berlin zahlte für nie genutzte Immobilie

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Die inzwischen insolvente Air Berlin hat noch kurz vor der Pleite hohe Summen für ein dubioses Bauprojekt verschwendet. Seit Anfang 2017 soll die Fluglinie monatlich über 212.000 Euro Miete für einen Bürokomplex in Schönefeld gezahlt haben, der nie bezogen wurde und für den es offenbar auch keinen Bedarf gab. Das berichtet das „Manager Magazin“.

ICE-Strecke Berlin–München: Bahn erhöht Entschädigungen

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Die Deutsche Bahn hat für die neue ICE-Strecke Berlin–München bis Ende des Jahres eine Sonderregelung bei Verspätungen von mehr als einer Stunde eingerichtet. „Bei Verspätungen von mehr als einer Stunde gehen wir weit über die gesetzliche Verpflichtung hinaus und werden bis Jahresende den vollen Ticketpreis erstatten“, sagte Birgit Bohle, Vorsitzende des Vorstands DB Fernverkehr, am Mittwoch. Zusätzlich erhalten die Betroffenen einen Reisegutschein in Höhe von 50 Euro.

Deutsche Raumfahrtindustrie begrüßt Trumps Mond-und-Mars-Vorhaben

 

 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hat Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Wiederbelebung von Mondmissionen begrüßt. "45 Jahre, nachdem der Mensch zuletzt seinen Fuß auf den Erdtrabanten gesetzt hat, drängt sich eine neue astronautische Mission zum Mond geradezu auf", sagte der für Raumfahrt zuständige BDLI-Vizepräsident Marco Fuchs der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Deutschland stelle mit dem europäischen Servicemodul ESM bereits Infrastruktur für die nächste Nasa-Mission zum Mond mit dem US-Raumschiff Orion.

Kartellamt will Lufthansa-Preise schärfer prüfen

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeskartellamt will die Entwicklung der Ticketpreise bei Lufthansa und Eurowings nach dem Air-Berlin-Aus schärfer prüfen. Das sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Zu starke Erhöhungen auf breiter Front könnten ein Hinweis auf den Missbrauch einer monopolähnlichen Marktmacht sein."

Siemens-Chef sieht Medizintechnik-Sparte langfristig vor Industrie

München (dts Nachrichtenagentur). Siemens-Chef Joe Kaeser sieht für die Medizintechnik-Sparte langfristig mehr Potential als für den Industrie-Teil des Unternehmens. In 20 bis 30 Jahren könne die Siemens-Gesundheitstechnik größer zu sein als das industrielle Siemens, sagte Kaeser dem „Manager Magazin“. Für die Medizintechnik wird für das erste Halbjahr 2018 der Börsengang vorbereitet.

Bosch-Chef gegen Abschaffung der Diesel-Vorteile

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur). Bosch-Chef Volkmar Denner lehnt ein Streichen der Steuervorteile für Dieselfahrzeuge ab. „Das würde eine Entwicklung beschleunigen, die für große Teile der Automobilindustrie kaum verkraftbar wäre“, sagte Denner dem „Handelsblatt“. „Der Übergang zur Elektromobilität braucht Zeit und Investitionen. Um den Transformationsprozess zu managen, werden wir sicherlich zehn Jahre brauchen“, sagte Denner. Das gelte sowohl für die Beschäftigung als auch für die Produktion. Denner reagierte damit auf die Äußerung von VW-Chef Matthias Müller, der die schrittweise Abschaffung der Dieselsubventionen ins Spiel gebracht hatte.

Niedersachsens Umweltminister verspricht "konsequente" Wolfsstrategie

Hannover (dts Nachrichtenagentur). Niedersachsens neuer Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat eine "Professionalisierung" im Umgang mit dem Wolf angekündigt. Das Ministerium werde "eine konsequente Strategie für den Umgang entwickeln, auf die sich alle verlassen können", sagte Lies der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). Oberste Priorität dabei habe der Schutz des Menschen.

Opferbeauftragter Beck will höhere Entschädigungen für Terroropfer

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Der Beauftragte für die Opfer des Terroranschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz, Kurt Beck (SPD), hat gefordert, die Entschädigungen für Opfer und Hinterbliebenen "deutlich" zu erhöhen. Das geht aus Becks Abschlussbericht hervor, über den die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten. Beck beruft sich auf die Kritik der Hinterbliebenen: 10.000 Euro für den Verlust nahe Angehöriger wie Kinder oder Ehegatten seien "zu niedrig".

Arbeitgeber warnen Union und SPD vor Solidarrente

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat Union und SPD vor der Einführung einer Solidarrente für Geringverdiener gewarnt. "Die Solidarrente wäre eine weitere, teure Ausweitung des Sozialstaates - finanziert vom Steuerzahler", sagte der Chef der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe) vor dem Treffen der Partei- und Fraktionschefs am Mittwochabend. Zudem widerspreche die Solidarrente dem Grundsatz, dass sich die Rentenhöhe nach den eingezahlten Beiträgen richte.