Breite Kritik an Altmaiers Nichtwahl-Aufruf

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Die Äußerung von Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), lieber gar nicht als AfD zu wählen, stößt parteiübergreifend auf scharfe Kritik. "Dass Altmaier jetzt Menschen auffordert, nicht wählen zu gehen, ist ungeheuerlich und undemokratisch", sagte der Sprecher des Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, dem "Handelsblatt" (Donnerstag). "Ziel muss es sein, die Menschen davon zu überzeugen, die rechtsradikale AfD nicht zu wählen, das ist sein Job."

Air Berlin ermuntert krankgeschriebene Piloten zur Arbeit

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat krankgeschriebene Piloten, die sich wieder fit fühlen, zur Rückkehr an den Arbeitsplatz aufgefordert. Das geht aus einer internen Mitteilung aus dem Intranet des Unternehmens hervor, über die die "Zeit" berichtet. "Viele Arbeitnehmer denken, dass es verboten ist, während der Krankschreibung an den Arbeitsplatz zurückzukommen und zu arbeiten. Ein Mythos... Ein Mitarbeiter kann also auch vor Ablauf der Krankschreibung wieder arbeiten gehen - und er sollte das sogar, soweit mit seinem persönlichen Befinden vereinbar, wenn er vorzeitig wieder arbeitsfähig ist." Unterschrieben ist das Schreiben mit: "Viele Grüße, Ihr Flugbetrieb."

Statistik: Neue Diesel-Pkw nicht klimafreundlicher als Benziner

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Neu zugelassene Pkw mit Dieselmotor produzieren im Durchschnitt nicht weniger klimaschädliches Kohlendioxid als Benzin-Fahrzeuge. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag) berichten. Den Angaben des Ministeriums, die auf der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes basieren, kamen aus dem Auspuff aller im Jahr 2016 in Deutschland zugelassenen Dieselautos durchschnittlich 128 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer.

Umfrage: Mehrheit befürchtet Cyber-Angriffe im Wahlkampf-Finale

Berlin (dts Nachrichtenagentur). 77 Prozent der Bundesbürger befürchten laut einer Umfrage, dass Hacker die anstehende Bundestagswahl manipulieren könnten, etwa indem interne Informationen über Parteien oder Politiker veröffentlicht werden. In der Erhebung des Branchenverbandes Bitkom gaben 78 Prozent der Befragten außerdem an, die Gefahr zu sehen, dass gezielt gestreute Fake News in Umlauf gebracht werden, die das Ergebnis der Bundestagswahl verändern. 68 Prozent sind laut Umfrage der Meinung, dass der Einsatz von Social Bots in Sozialen Netzwerken das öffentliche Meinungsbild verfälschen könnte.

Umfrage: Image deutscher Automarken trotz Dieselskandal positiv

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Trotz Dieselgate und Stickoxiddebatte ist das Image der deutschen Automobilhersteller weiterhin positiv: 64 Prozent der Fahrer deutscher Autos haben "trotz der Skandale grundsätzlich Vertrauen in die Qualität deutscher Autos", so das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage, über das die "Welt" berichtet. Demnach haben nur zwölf Prozent "Vertrauen verloren". Und nur 0,7 Prozent der Fahrer deutscher Autos sagen, sie würden beim nächsten Kauf nicht wieder ein deutsches Fahrzeug nehmen.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz glaubt noch an Wahlsieg

Berlin (dts Nachrichtenagentur). SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz glaubt noch an einen Sieg bei der Bundestagswahl: "Alle Erfahrungen der Wahlkämpfe national oder international lehren, die Anzahl von unentschiedenen Menschen nimmt immer mehr zu. Es ist noch alles möglich", sagte Schulz dem Sender RTL. "Diese Behauptung, es gäbe keine Wechselstimmung, stimmt nicht. Die Union baut massiv ab in den Umfragen. Es stimmt, wir bauen noch nicht auf. Es gibt eine enorme Verunsicherung. Ich glaube, dass wir sehr wohl einen Last-Minute-Swing haben."

EnBW will konventionelle Stromerzeugung weiter zurückfahren

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur). Der Stromkonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) will sein Geschäft endgültig auf die Energiewende ausrichten. EnBW setze langfristig nur noch auf die Sparten erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb, schreibt das "Handelsblatt" in seiner Mittwochausgabe unter Berufung auf ein vertrauliches Strategiepapier, in dem Konzernchef Frank Mastiaux die neue Strategie "EnBW 2025" skizziert. Die konventionelle Stromerzeugung spiele mittelfristig in den Planungen keine Rolle mehr, heißt es in dem Bericht.

Gabriel: Thyssenkrupp darf Arbeitnehmer bei Fusion nicht übergehen

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Der frühere Bundeswirtschafts- und heutige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Konzernführung von Thyssenkrupp ermahnt, bei der geplanten Stahl-Fusion mit dem indischen Tata-Konzern die Arbeitnehmerseite nicht zu überstimmen. "Gegen die Arbeitnehmer ist keine Lösung denkbar", sagte Gabriel der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Es dürfe "keine Versuche geben, die Montan-Mitbestimmung auszuhebeln".

Voestalpine-Chef sieht in Trumps Handelspolitik Chance für Europa

Linz (dts Nachrichtenagentur). Voestalpine-Chef Wolfgang Eder sieht in der protektionistischen Industrie- und Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump auch eine Chance für Europa: "Ich bin ein überzeugter Verfechter des freien Handels und tue mich daher sehr schwer, seine Entscheidungen nachzuvollziehen. Seine Art hat aber vielleicht insofern etwas Positives, als sie hoffentlich auch die Politik in Europa dazu bringt, Positionen zu überdenken und nachzuschärfen", sagte der langjährige Präsident des Weltstahlverbandes der "Welt" (Dienstag). Dabei gehört Voestalpine selbst zu den Leidtragenden der neuen US-Politik.

Özdemir macht Yoga gegen Wahlkampfstress

Berlin (dts Nachrichtenagentur). Der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir nimmt sich trotz des Stresses in der letzten Woche vor der Bundestagswahl eine Stunde Auszeit. "Dann mache ich Yoga", sagte er am Montag in der "Bild"-Sendung "Lilly live" aus dem Café Einstein Unter den Linden. Beim Yoga könne er wunderbar abschalten, so Özdemir.

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